Wie wurde 1921 über häusliche Gewalt durch Frauen geschrieben?
Wie wurde 1921 über häusliche Gewalt durch Frauen geschrieben?
Neulich hab’ ich mal wieder ein paar alte Aufnahmen gehört. Um es vorweg zu sagen: Ich mag Billy Joel. Ich mag auch den Song. Aber das dahinterstehende Geschlechterbild ist einfach gruselig. Mit She’s always a woman to me glorifiziert Billy Joel eine Frau höchst problematischen Charakters:
Nach jeder politischen Wahl versuchen Feministinnen und Feministen, Männer als Feinde der Demokratie und Frauen als deren Verteidigerinnen zu verkaufen, insbesondere mit Blick auf den Rechtsextremismus.
Und wieder hat mich eine Parallele zwischen Geschehnissen in der Weimarer Republik und heute gegruselt. Ähnlichkeiten jener Zeit, als die Demokratie bereits ausgehöhlt war und ihrem Ende entgegenging, mit dem derzeitigen Krieg der Eliten gegen angebliche Falschnachrichten sind leider nicht zufällig, sondern naheliegend.
In der ersten Bundestagswahl, an der ich teilnahm, ging es noch um entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft. Es hieß damals, Franz-Josef Strauß zu verhindern, und als Wähler konnte man das Gefühl haben, etwas zu bewirken. Heute dagegen spielt es praktisch keine Rolle, wohin man sein Kreuz setzt.
Eine altbekannte Methode zur Abwehr von Kritik ist bekanntlich, sich selbst im Lager der Guten zu verorten, deren Verbrechen man aufgrund der guten Absichten vernachlässigen kann, während schon der kleinste Fehltritt des politischen Gegners als dessen moralische Verkommenheit gewertet wird. Aus diesen Gründen wird die Hufeisentheorie seit jeher von links heftigst bekämpft. Vereinfacht ausgedrückt besagt diese Theorie, dass sich die Extremisten beider politischer Couleur an ihrem Ende einander annähern, weil sie sich in ihrer Ablehnung demokratischer Verhältnisse einig sind.
Nichts Neues unter der Sonne: Vieles von dem, was wir heute erleben, gab es so oder ähnlich schon in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.
(Artikel zum Gender Empathy Gap Day)
Kein anderes Merkmal ist vor Gericht so entscheidend wie das Geschlecht.
Seit Jahren rätsele ich, ob die Antidemokraten in diesem Land wirklich so verbohrt sind, dass ihnen die Widersprüche in ihrem Verhalten nicht auffallen, oder nur so zynisch, dass es ihnen egal ist, solange sie davon profitieren. Aber vielleicht irre ich mich. Vielleicht haben sie bloß eine besonders hohe Stufe des Zen erreicht, auf der sich Widersprüche auflösen und zur wahren Erleuchtung führen. In diesem Sinne: Sieben Zen-Meditationen für angehende Gesinnungskrieger:
Es ist immer fatal, Sprachregelungen von Menschen zu übernehmen, die mit schöngefärbten Worten ihre Absichten zu vernebeln suchen. Ich ziehe es deshalb vor, die Dinge wahrheitsgemäß zu benennen.
Liebe Gesinnungskrieger,
ist euch eure Autoritätshörigkeit eigentlich gar nicht peinlich? Ich hatte ja gehofft, dass die Zeiten des Kadavergehorsams irgendwann mal vorbei sind, aber nein, da kommt ihr mit eurer typisch deutschen Untertanenmentalität und lasst euch wieder für die Kriege der Herrschenden einspannen.
Es gäbe allerdings mehr Anlass zur Hoffnung, wenn unsere Damen und Herren Politiker nicht so geschichtsvergessen wären.
Jedes Jahr das gleiche Ritual: Der Vatertag wird von Politik und Medien genutzt, um auf Männer einzudreschen, der Weltfrauentag dagegen, um den Heiligenschein von Frauen zu polieren und deren ewiges Opferlamento zu reproduzieren. Da die von sich selbst besoffenen Journalisten in ihren redaktionellen Filterblasen nicht willens sind, einen realistischen Blick auf die Wirklichkeit zu werfen, habe ich beschlossen, jedes Jahr zum 8. März als Korrektiv ein besonders widerliches Exemplar des weiblichen Geschlechts zu präsentieren samt den Bagatellisierungsversuchen derer, die von ihren reaktionären Geschlechterklischees einfach nicht lassen können.
Diesmal liegt der Fokus weniger auf der Täterin als auf den akrobatischen Verrenkungen, die Feministinnen vornehmen, um sich nicht der Wirklichkeit stellen zu müssen.
Der Erfolg des Feminismus basiert im Wesentlichen auf drei Säulen: einer taktischen, einer evolutionären und einer psychologischen.
Viele Bücher sind über den Niedergang des Journalismus geschrieben worden, meist von außen. Und wenn doch von innen, wie etwa das Buch über Claas Relotius von Juan Moreno, dann wird darin mehr entschuldigt als entlarvt. Deswegen ist Wie ich meine Zeitung verlor von Birk Meinhardt, einem ehemaligen Journalisten der Süddeutschen Zeitung, ein wichtiges Buch.
Es gibt immer noch Menschen, die behaupten, es gäbe hierzulande keine Zensur und keine Lösch-Unkultur. So etwas können nur diejenigen glauben, die selbst keinen Millimeter von der offiziellen Linie abweichen. Wie weit der Unwille der Herrschenden gegenüber Widerspruch fortgeschritten ist, konnte ich 2019 selbst erleben.