Im Aquarium

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Montag, 13. Juni 2016

Die dritte Stufe ist gezündet


Anscheinend sind die feministischen Seilschaften bei ihrer dritten taktischen Planungsstufe angelangt. Stufe Eins: Gleichberechtigung. Stufe Zwei: Gleichstellung. Stufe Drei: Besserstellung.
  
Die rot-grüne Landesregierung in NRW plant in einer Dienstrechtsreform, Frauen, die schlechter qualifiziert sind als Männer, in Führungspositionen zu hieven. Man muss sich das klar machen: Politiker, deren Aufgabe es ist, dieses Land und seine Bürger nach besten Kräften zu schützen, verlangen sehenden Auges, mangelhaft Befähigte zu bevorzugen, und nehmen damit künftige Katastrophen durch noch größere Fehlentscheidungen als bisher in Kauf. Das kommt dabei raus, wenn man den Ansprüchen einer Privilegien gewohnten Kaste immer wieder nachgibt.

Liebe Männer, an dieser Stelle kann ich euch eine bittere Erkenntnis nicht ersparen: Verwöhnte Gören werden nicht zufriedener, wenn ihr ihnen jeden Wunsch von den Augen ablest. Weder das Jammern und Nörgeln noch die Verachtung euch gegenüber werden auch nur um ein Jota abnehmen. Seht euch bitte an, mit welcher Hemmungslosigkeit beispielsweise der Journalistinnenbund oder die Vereinigung ProQuote immer mehr Privilegien verlangt, obwohl es bereits eine hundertprozentige Feministenquote im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gibt. Ihr erkauft euch keinen Frieden, indem ihr solchen Menschen nach dem Mund redet.

Verwöhnte Gören werden immer austesten, wie weit sie gehen können. Wenn der erste Schritt unwidersprochen bleibt, versuchen sie es mit dem nächsten. Und dem übernächsten. Und dem überübernächsten. Wir stehen daher an einem entscheidenden Punkt der Weichenstellung für die Zukunft. Es handelt sich bei der Forderung nach Besserstellung von Frauen nicht einfach bloß um eine weitere Narretei der Genderfraktion, sondern um einen qualitativen Quantensprung: Jetzt wollen sie nicht mal mehr begründen müssen, warum sie Frauen bevorzugen.

Viele dieser Frauen glauben vermutlich wirklich, benachteiligt zu sein, und sind mit ihrem Leben zutiefst unzufrieden. Das ist allerdings nicht weiter verwunderlich. Unentwegt vom anderen Geschlecht zu verlangen, dass es einem die Sterne vom Himmel holt, mag ja bequem sein und einem ein kurzfristiges Triumphgefühl verschaffen, zufrieden macht es nicht. Zufriedenheit erlangt man einzig dadurch, dass man etwas aus eigener Kraft aufbaut. Herausfindet, was man kann. Herausfindet, wo die eigenen Grenzen liegen. Und diese dann überwindet.

Um es mit Saint-Exupéry zu sagen: Wenn ich dir ein abgerundetes Vermögen schenkte, so wie es bei einer unerwarteten Erbschaft der Fall ist, worin würde ich dich dann bereichern? Reicher wirst du nur durch das, das du verwandelst, denn du bist Same.*

Der beispiellose Erfolg der feministischen Bewegung sorgt also gerade nicht dafür, dass unzufriedene Frauen zufriedener werden und ihre Forderungen zurückschrauben, im Gegenteil: Jeder Sieg, der aus den oben genannten Gründen schal bleiben muss, spornt sie nur an, noch mehr zu fordern. Jeder, der das Märchen Vom Fischer und seiner Frau verstanden hat, weiß das. Deshalb muss man Feministinnen Widerstand entgegensetzen.

Die CDU hätte die Möglichkeit dazu, traut sich aber offenbar nicht, sich an einer Verfassungsklage gegen die Pläne der Besserstellung von Frauen zu beteiligen. Liebe CDU, hier eine weitere bittere Erkenntnis: Feiglinge haben in Führungspositionen nichts verloren. Wer sich für berechtigt hält, das Volk oder zumindest einen Teil davon zu vertreten, der muss auch den Mut haben, dafür zu kämpfen, dass dieses Volk nicht nach Strich und Faden verarscht wird. Rückgratlose Opportunisten in Führungspositionen sind ebenso fatal wie unfähige Quotenfrauen. Wer die Macht dazu hätte, diesen Wahnsinn zu stoppen, und davon keinen Gebrauch macht, trägt eine Mitschuld an dem, was zwangsläufig kommen muss.



* aus: Die Stadt in der Wüste


Auch im Blog "Maskulismus für Anfänger" gibt es einen Artikel dazu, wie immer fundiert und gut recherchiert.

Kommentare:

  1. "Die rot-grüne Landesregierung in NRW plant in einer Dienstrechtsreform"
    Auch Danisch fragt: Quelle?
    bei solch Meldungen und Texten ist eine Quellenangabe (oder mehrere) Pflicht, sonst kann man's nicht ernst nehmen.
    -kdm

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  2. Völlig richtig. Ein anklickbarer Link befindet sich in dem Wort "CDU", müsste eigentlich farblich hervorgehoben sein.

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Vielen Dank für deinen Kommentar. Sobald ich ihn gelesen und geprüft habe, schalte ich ihn frei.

Viele Grüße

Gunnar